Martin Leyer - Pritzkow, Kurator für zeitgenössische KunstKurator für zeitgenössische Kunst
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Due Dimensioni – Arte giovane in Italia e Germania,
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André Lanskoy, Emil Schumacher, Farideh Atashkar, Edy Brunner und Fritz WinterDas Kunstkaufbuch, für Sammler und solche die es werden wollen. Prestel Verlag. 
Dialoghi Inversi - Fabrizzio Gazzarri. Werksübersicht des Künstlers Fabrizio Gazzarri.
Junge Figurative Ausstellungskatalog (Armin Baumgarten, Woytek Berowski, Hans-Jörg Holubitschka,
Peter Lindenberg, Oliver Lochau, Bernard Lokai, Stefan Müller, Banjamin Nachtwey, Katrin Roeber).
Bierbrauer - Monographie.
Due Dimensioni - Zwei Dimensionen.
Arte giovane in Italia e Germania - Junge Kunst in Italien und Deutschland
(Autoren: Massimo Dona, Fabrizio Gazzarri, Antonio Toniato, Luigi Viola u.a.)Seit 1999 hält Martin Leyer-Pritzkow an zwei Tagen im Monat Vorlesungen
an der Accademia di Belle Arti di Venezia. 

Thema der Vorlesungsreihe: Economy and communication of artLebenslichtprojekt von Alberto Garutti, 
Dokumantarfilm über Adolf Bierbrauer, 
Entwicklung und Realisation des Konzeptes -Kommunale Kulturpolitik ohne Belastung des Haushaltsbudgets- mit der Stadt Burscheid7.3.2005 Der Spiegel (Nr.10 Seite 191)
Die erste Rezension über das Kunstkaufbuch
Titel: Die Dekade der Gier, Rubrik: Kunstmarkt
25.1.2005 Rheinische Post
Vorliebe für Trennungen
Der Düsseldorfer Künstler Stefan Demary ist ein Tüfftler, (...).
Ein Künstlerportrait 
3.2.2004 Rheinische Post
Gedankenblitz-Bilder
Arbeiten von Fabrizio Gazzarri aus Venedig sind ausgestellt bei
Martin M. Leyer Pritzkow
26.3.2003 Rheinische Post
An der Erdoberfläche brodelt es gewaltig
Ausstellung Tina Juretzek bei Martin Leyer-Pritzkow
14.2.2003 Rheinische Post
Kein Interesse an Trickstern
Martin Leyer Pritzkow kümmert sich um junge, figurativ arbeitende Maler
8.2.2002 Rheinische Post
Libyen, China - und was in der Tiefe liegt
Fotograf Edy Brunner bei Martin Leyer-Pritzkow
27.10.2001 Rheinische Post
Dick wie Zahnpasta
Ausstellung A. Baumgarten bei Martin Leyer-Pritzkow
8.8.2001 Lokale Informationen Burscheid
Titel-Bild mit Bild- bzw. Storybeschreibung
Kommunale Kulturpolitik ohne Belastung des Huashaltsbudgets
20.7.2001 Westdeutsche Zeitung
-Kunst-Euphorie muss neu geweckt werden-
Kommunale Kulturpolitik ohne Belastung des Haushaltsbudgets
14.7.2001 Rheinische Post
-Erlebnisraum Transporter-
Stefan Müller stellt in den Privaträumen von Martin Leyer-Pritzkow aus.
27.1.2001 Stuttgarter Zeitung
-Nachdenklich- Junge Figurative bei Ketterer
Nr. 24 Seite 39 Süddeutsche Zeitung
Freunde unterm Regenschirm
Neun -junge Figurative- stellen im Auktionshaus Ketterer aus.
30.1.2001 Münchener Merkur
Freiheit zur Synthese Download
2/3 2001 Ketterer Kunst Newsletter
Back to Reality Zurück zum Gegenständlichen
7.11.2000 Rheinische Post
Im Sog der gemalten Landschaften
Der Düsseldorfer Hans Jörg Holubitschka stellt in der Galerie Leyer-Pritzkow aus. 
10.3.2000 IL GAZZETTINO
L'arte, Venezia e Dusseldorf
Il calendario degli appuntamenti nella Prescheria Nuova
29.1.2000 Westdeutsche Zeitung
Mit 85 Jahren entdeckt
Adolf Bierbrauers erste Vernissage heute abend im NRW-Forum 
29.1.2000 Rheinische Post
Hypnotische Zeichen
Bazon Brock stellte Künstler Adolf Bierbrauer vor.
20.1.2000 Bild Zeitung
Düsseldorfs ältester Maler: Erste Ausstellung mit 84
August 1999
Grünes Licht für junge Kunst im Rathaus
Kunstkonzept -Junge Kunst im Bau- wurde mehrheitlich beschlossen
4.5.1999 Wochenpost
Geleaste Kunst
Ein neues Konzept sieht vor, im Rathaus ein Forum für junge Kunst zu schaffen. Umgesetzt werden soll das Konzept durch Sponsoring
Januar 1999 Medizin + Kunst
Due Dimensioni - Zwei Dimensionen
3.12.1998 Stadt Anzeiger Rhein Wupper
Burscheid und die große, weite Welt Kunst im Rathaus oder:
Des Kurators Kindergarten- widersacher im Kulturausschuss
8.10.1998 FAZ Magazin
Neue Dimensionen in Venedig
23.7.1998 Rheinische Post
Hohe, einschüchternde Ehre, Due dimensioni - Junge Kunst in VenedigMartin Leyer - Pritzkow

tel.: 00 49 (0)211/691 33 73 - 74
fax.: 00 49 (0)211/691 200 66
mobil: 0172/26 29 069
email: mlp@mlpart.com

Wenn Sie weitere Informationen über die abgebildeten Kunstwerke wünschen, freuen wir uns über eine direkte Kontaktaufname.
Links zum Prestel Verlag und der Webseite Kunstkaufbuch.de
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bemerkenswerte Künstler des 20. und 21. JahrhundertsVermittler für zeitgenössische Kunstbesondere Sammlungen von Gegenwartskunst


Eigenen Texte


Aktuelle Leseprobe:

Das goldene Zeitalter der Kunst steht noch bevor!

Inhaltsverzeichnis:

Die Entwicklung der Märkte für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts

Das Kunstwerk als neues Statussymbol und Alternative zum Konsumgut

Folgt dem Crash am Aktienmarkt immer ein Crash am Kunstmarkt?

Der Kunstmarkt ist beständiger und profitabler als der Aktienmarkt in den letzten einhundertfünfzig Jahren

Immer weniger Auswirkungen auf den Kunstmarkt

Der Verlust der Kunstkritik bei gleichzeitiger Breitenwirkung der Kunst.

Der Autor




Das goldene Zeitalter der Kunst steht noch bevor!


Die Entwicklung der Märkte für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts

Nachdem in den letzen zwei Jahren die Auktionshäuser jedes halbe Jahr anlässlich ihrer Auktionstage für Kunst des 20. Jahrhunderts und zeitgenössische Kunst immer neue Weltrekorde für Spitzenwerke und auch zunehmend für aktuelle Gegenwartskunst verzeichnen konnten, machen sich immer mehr Experten Sorgen, wann diese Spekulationsblase des Kunstmarkts platzen wird. Die Stimmen auch von internationalen Spitzenhändlern wie u.a. Jeffrey Deitch aus New York werden lauter, die eine Überbewertung der Kunstwerke bzw. ihrer erzielten Preise konstatieren und sich die Frage stellen: Nicht ob die Blase platzt, sondern wann?

Auktionatoren wie Tobias Meyer von Sotheby’s lassen verständlicher Weise in den Medien verlauten, dass der Kunstmarktboom erst gerade beginne, weil neue Nachfrage aus Indien, China, Japan und Russland zusätzlich gestillt werden wolle. Denn dort haben sich neue Kunstkäuferschichten herausgebildet, die nicht nur sehr liquide sind, sondern auch Trophäen des Kunstmarkts sozusagen „off limits“ ihr eigen nennen wollen. Der Preis spielt keine Rolle mehr, weil in so kurzer Zeit soviel Vermögen angehäuft wurde, dass selbst Preise von einigen Millionen für einen „ Gerhard Richter, Jeff Koons, Damien Hirst oder oder.. nur einen verschwindend kleinen Bruchteil ihres geschaffenen Vermögens repräsentieren.

Diese Preisentwicklung wird zusätzlich angeheizt, weil alle Werke derselben Künstler mit großen Namen an der eigenen Wand hängen sehen und ihr Investment in Kunst risikolos angelegt wissen wollen. Zusätzlich ist es natürlich sehr angenehm, mit der neuen Trophäe vor dem eigenen Umfeld zu glänzen. Denn Dank Medienberichterstattung wird jeder neue Preisrekord einen Kunstwerks ausführlich und dies rund um den Globus diskutiert. Wenn dem Käufer dabei noch gelingt, eine Aura des Ungewissen um sich zu legen, garantiert die Presse zusätzliche Nachforschung und die Gerüchteküche arbeitet auf Hochtouren. Wer hat es gekauft und warum gerade dieses Werk und nicht ein anderes des Künstlers?

Längst hat sich bei diesen neuen reichen Sammlern, die vielfach mächtige und erfolgreiche Repräsentanten des neuen Informationszeitalters sind, der Wunsch durchgesetzt, nicht mehr allein mit den profanen Statussymbolen einer wackelig gewordenen Konsumgesellschaft zu glänzen, sondern mit den Insignien von Geist und Kultur, die sich visuell am besten mit den Ikonen der Kunst ausdrücken lassen. top


Das Kunstwerk als neues Statussymbol und Alternative zum Konsumgut

Denn auch in den nächsten Jahren wird nichts schwieriger sein für den Konsumenten, als der unverhohlene Konsumgenuss. Längst ist der Mensch ein wandelndes Verbraucherlexikon geworden, das sich im Sinne der „Political correctness“ fragen muss, was darf es verzehren oder kaufen, ohne an Ausbeutung, Umweltverschmutzung, Missbrauch, Ozonloch, Energieverschwendung u.ä. teilzunehmen.

Das Kunstwerk ist das letzte unverdorbene Produkt ohne Verfallsdatumsrisiko, vor allem dann, wenn es bereits die Kunstrezeption durchlaufen hat und die Aufnahme des Künstlers in den Olymp der international museal ausstellbaren Kunst bereits garantiert ist.

Mit dem Kaufpreis bei selbst noch relativ jungen Künstlern mit internationaler Reputation wird das Rezeptionskonzept im Rahmen der Kommunikations- und Marketingstrategie partizipierender Sammler und Ausstellungsmacher durch den erzielten Auktionspreis mitgeliefert. Das Risiko der Ablehnung durch den Markt wird sogleich abgeblockt, weil der Käufer dieses Werks bereits die Mitwirkenden des Kunstspiels identifiziert hat und weiß, selbst wenn er zu einem überhöhten Preis auf der Auktion kaufen musste, so scheint der „finanzielle Mehrwert“ in den nächsten Jahren garantiert.

Mit dem Kauf des Kunstwerks wird sogleich eine Leihgabe mit einem renommierten Museum ausgehandelt. Dies dient der Eigen-PR – der Sammler als Wohltäter – und ermöglicht bei einem späteren Wiederverkauf einen zusätzlichen attraktiven Ertrag. Das Kunstwerk ist durch seine Repräsentanz im richtigen Museum geadelt worden und hat zusätzlich an Wert gewonnen. top


Folgt dem Crash am Aktienmarkt immer ein Crash am Kunstmarkt?

Die Erfahrungen der letzen zwei Jahrzehnte hat gezeigt, dass nach einen Crash am Aktienmarkt, zwei drei Jahre später auch der Kunstmarkt folgt. Der letzte für die Kunst bedeutsame Crash am Aktienmarkt war 1987. 1990/91 folgte ein Ausverkauf der Kunst, nchdem zuvor auch bei den Auktionen immer neue Weltrekorde für versteigerte Kunstwerke ausgerufen wurden. Die Medien wußten auch damals bereits gerne davon zu berichten. Denn Weltrekorde egal in welche Branche erfreuen sich immer großer medialer Aufmerksamkeit – sind sie doch der Inbegriff des Kapitalismus und ein Spiegelbild für das angenehme Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Dieses Ungleichgewicht wird als Garant für ein gesundes Wachstum in kapitalistischen Ökonomien verstanden.

Jedes Platzen einer spekulativen Blase an den Aktienmärkten wird mit den größten Existenzsorgen beobachtet und kostet im Verlauf ihrer Kettenreaktion vielen Menschen Arbeit, Verlust des bisher erreichten Wohlstands und Ansehens. Es gibt Stimmen in Bankenkreisen, die in Zukunft die Phasen zwischen Boom und Crashs an den unterschiedlichen Märkten in immer kürzer Zeitabständen vermuten. Auf Grund des gleichzeitig immer schnelleren Flusses von Informationen rund um die Welt, müssen die Reaktionen auf die Informationen in noch höherer Geschwindigkeit erfolgen, so dass oft keine Zeit mehr für eine vernünftige Analyse bleibt. Irrationale übereilte Entscheidungen häufen sich.

Es herrscht die Angst vor, durch Inanspruchnahme zusätzlicher Zeit, die Chance für das richtige und schnelle Handeln verpasst zu haben. Das Risiko einer Fehlentscheidung wird einkalkuliert, eine falsche Beurteilung der Sachlage vorgenommen zu haben. Dies alles nach dem Motto: „ lieber schnell handeln, als gar nicht.“

Das Kunstwerk ist dem Faktor Zeit überlegen, weil es nicht für den Augenblick geschaffen wurde, sondern über die Zeit hinaus seine Gültigkeit behalten soll. Ausnahmen sind jene Kunstwerke, deren physischer Verfall oder Begrenztheit seiner Existenz vom Künstler eingeplant wurde und zur Aussage des Kunstwerks beiträgt.

Seit dem Crash des Jahres 1990 hat der Kunstmarkt international mehr als zehn Jahre gebraucht hatte, sich aus dem Tal der Tränen zu neuer Stärke aufzubauen. Die Sammler und Käufer von Kunst waren verunsichert. Selbst der Crash am Aktienmarkt des Jahres 2000 hat dem Kunstmarkt nicht viel anhaben können. Vielleicht trifft sogar das Gegenteil zu. Erst durch die plötzliche Liquidität durch Verkäufe auf dem Aktienmarkt, dem Fehlen alternativer renditestarker Anlagemöglichkeiten, wanderte ein großer Teil des freigewordenen Geldes in die Kunst. Nun mehrt sich die Sorge vor dem nächsten Zusammenbruch, nachdem in den letzten Wochen die Blase des internationalen Immobilienmarkts zu platzen droht. Gerade in Amerika können die viele Hausbesitzer die Kredite ihrer Hypotheken nicht mehr bedienen, weil die Zinsen steigen, die Einkommen nicht mit wachsen und die Wertsteigerung der Immobilien nicht mehr zunehmen können, weil die Spitze erreicht zu sein scheint.

Schon entsteht der Eindruck, dass die Hypothekenkrise der USA auch in Deutschland und Frankreich ihre ersten Opfer fordert. Weitere Länder werden davon betroffen sein. Die Zentralbanken gewähren den Geschäftsbanken Tageskredite in zwei – und dreistelligen Milliardenhöhe, weil die Banken zueinander kein Kreditvertrauen mehr haben, denn keiner weiß, wer noch im Geschäft mit schlechten Krediten ist. Die Angst geht um, auch wenn es so keiner explizit ausdrücken will, um die Stimmung nicht zu verschärfen.

Gerüchte wonach im Falle eines Crashs am Aktienmarkt, die Privathaushalte in Deutschland Sichteinlagen bis € 65.000,-- nutzen dürfen und bei Verfügungen darüber hinaus mit einer temporären Sperre rechnen müssen, werden bereits in Finanzkreisen diskutiert. Dies werde als Sicherheitsmaßnahme definiert, um Ruhe in die Märkte zu bringen. Ob es so kommt und mit welchen Beträgen ist zur Zeit ungewiss, zeigt aber die Angespanntheit der Aktienmärkte. top


Der Kunstmarkt ist beständiger und profitabler als der Aktienmarkt in den letzten einhundertfünfzig Jahren

Nun - hat dies Auswirkungen auf den Kunstmarkt und gebe es Gründe, trotz allem von einem eigentlich noch bevorstehenden goldenen Zeitalter der Kunst zu sprechen?

In allen Marktanalysen wurde nie die Eigendynamik des Kunstmarkts ausreichend gewürdigt. Dies mag daran liegen, dass der Markt für Kunst sehr schwierig zu verstehen ist, weil das Produkt Kunst selbst sehr komplex ist. Er ist bisher damit vielen nicht zugänglich (fehlendes Know How und Liquidität), als es auch von den Teilnehmern nicht gewollt war, die Funktionsweise dieses Marktes transparenter zu machen, als unbedingt notwendig. Viele Kunstkäufer waren glücklich, dass ihr Kunstbesitz nicht öffentlich wurde, sofern sie es nicht selbst kommunizierten.

Erst beim Wiederverkauf von „Meisterwerken“ (oder auktionsfähiger Ware) wurde ein aktueller Marktpreis ermittelt. Der vormalige Besitzer konnte unerkannt bleiben, ebenso wie der neue Eigentümer. Nur das Auktionshaus trat als Marktplattform und stellvertretend für den Anbieter öffentlich in Erscheinung.

Da bisher Sammler oft zu einem sehr frühen Zeitpunkt Kunstwerke von Künstlern erwarben, als diese noch unbekannt waren oder noch keine nationale oder internationale Nachfrage bestand, konnten sie also sehr günstig einkaufen. Unbekannt für die Öffentlichkeit bleibt, wie lange ein Sammler das Werk zuvor gehütet hatte, bevor er sich davon zu einem attraktiven Marktpreis bereit war, wieder zu trennen. Über die „Votalität“ von Kunstwerken kann daher nur im Einzelfall Auskunft gegeben werden, wenn diese Werke auf dem Sekundär – und nicht auf dem Primärmarkt erstanden wurden.

Erwarben die Käufer vom Künstler oder vom Galeristen direkt die Arbeit, so war die Rendite um so attraktiver, wenn das Werk des Künstlers über regionale Erfolge und Museumsausstellungen hinaus der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Der so genannte „Kanon der Rezeption“ bestätigte die Bedeutung des Künstlers, so dass es attraktiv wurde die Werke auf Auktionen anzubieten.

Insbesondere in den letzten Jahren haben sich Auktionshäuser an Künstler und Galeristen auch direkt gewendet, um die rasch gestiegene Nachfrage an junger Gegenwartskunst mit „frischer Ware“ zu bedienen. Künstler deren Werke zu früh angeboten wurden und nicht erfolgreich mangels fehlender Rezeption versteigert werden konnten, fielen beim kaufwilligen Publikum durch. Sie sind dann oft über Jahre hinaus auf dem Sekundärmarkt nicht mehr abzusetzen, ändert sich der Kanon über den Künstler und sein Werk nicht.

Wird also bisher vom Kunstmarkt gesprochen, so hat man vor allem den Sekundarmarkt im Blick. Er wird gerne mit dem Aktienmarkt verglichen, weil er sich nicht nur als ebenso rentabel gezeigt hat, sondern sogar, lege man den Mei/Moses Index zugrunde, der die Top 500 Unternehmen Amerikas mit der Entwicklung des Kunstmarkts in den letzten 150 Jahren vergleicht, zum Schluss kommt, dass Kunstwerke die Rendite der Entwicklung der Aktien insgesamt geschlagen haben.

Käme es also zu einem Crash auf dem Kunstmarkt, stellen selbst Verluste von 40 – 50% und mehr nur einen relativen Schaden dar, wenn nicht bekannt ist, zu welchem Preis und wann das werk von wem erworben wurde. Zusätzlich minimiert sich das Risiko für den Eigentümer, wenn es sich um ein kunstgeschichtlich relevantes Werk handelt, das schon einen festen Platz in der Kunstwelt gefunden hat. Dies gilt nach dem Motto – ein gutes Kunstwerk bleibt immer ein gutes Werk, auch wenn temporal die finanzielle Bewertung nicht der erhofften Rendite entspricht.

Und hiermit ist der Kunstmarkt fundamental anders als der Aktienmarkt, weil das Kunstwerk nicht an Bedeutung verliert. Dies trifft umso mehr zu, wenn es dem Künstler gelungen war, ein Werk zu schaffen, dass über die Gegenwart hinaus seine Bedeutung erhält oder noch verstärkt.

Hier liefert der Kunstmarkt der letzten fünfzig Jahre bedenkenswerte Beispiele. Die Kunstwerke der deutschen Expressionisten oder auch die amerikanische Pop Artisten u. viele mehr waren zu deren Lebzeiten günstig zu erwerben. Heute sind ihre Preise für die meisten Sammler nicht mehr zu bezahlen. top



Immer weniger Auswirkungen auf den Kunstmarkt

Kunst ist noch weit davon entfernt, von jedem wahrgenommen zu werden, dennoch gab es noch nie so viel gesellschaftliches Interesse an Kunst wie heute.

Der Sekundärmarkt mag vielleicht der aufregendste Kunstmarkt zu sein. Nicht nur weil die Preise für Kunstwerke mittlerweile schwindelerregende Höhen erreicht haben, sondern weil ihre Akteure in ihrem Verhalten auffallen. Es wird mit großem Summen hantiert und alles, was das Klischee vom Hype, Sex und Entertainment zu bieten hat, wird von diesem Markt bedient.

Auf Ausstellungen sich zeigen, Künstler persönlich kennen, bei „Previews für die „happy view“ dabei zu sein, Glamour und knisternde Erotik in einer sich selbst verliebten Scene zu erleben, sind die Ingredenzien, die sich medial vermitteln lassen. Ist der Künstler Teil des Sytems wird er wie ein Popstar verehrt.

Die Folge: die vom Künstler beabsichtigte Reflektion über seine Kunstwerke sind zur Sekundärtugend abgerutscht, die in dieser Welt selbst verliebter Kunstkonsumenten nicht mehr für wichtig erachtet wird. Ändern sich in diesem System die Aufgaben der einzelnen Teilnehmer, weil Begehrlichkeiten zunehmen, wird dieses nur noch von einer kleinen Gruppe engagierter Kunstmacher wahrgenommen, die bisher nicht über das erforderliche Auditorium verfügen, da ihre Anmerkungen zu schwer vermittelbar zu sein scheinen.

Der Künstler wird zum Sammler, der Kurator wird zum Künstler, der Kritiker zum Kurator einer Ausstellung. Die Grenzen zwischen den Aufgaben in der Kunstwelt sind fließend und führen oft auch zu einem Verzicht an Rezeption, weil der Betrachter die Zuständigkeiten nicht mehr zuordnen kann und sich nur noch auf seine eigene Erkenntnisse zurückziehen kann, ohne im Dialog über das Werk zusätzliche Erkenntnisse zu ziehen. top


Der Verlust der Kunstkritik bei gleichzeitiger Breitenwirkung der Kunst.

Kunst ist in aller Munde. Ein wichtiges Ziel scheint erreicht zu sein. Auch wenn noch nicht jeder in einer Gesellschaft sich für Kunst interessiert, so hat doch selbst die Kunstbesprechung in vielen unterschiedlichen Medien dafür gesorgt, dass Kunst als gesellschaftlicher Faktor in allen Bereichen wahrgenommen wird. Hat Aldi angefangen, Editionen von Felix Droese (J. Beuys-Schüler) zu vertreiben, Tschibo verkaufte Graphiken von Picasso an ihre Kaffeekunden. Auch wenn diese Werke wohl nicht den Wert repräsentieren, den die Käufer erwarteten, weil wohl keine authorisierten und signierten Drucke angeboten wurden, so ist die Kunst der letzten einhundertfünfzig Jahre nun bei den Menschen angekommen. Die Kommunikation von Kunst bedarf umso mehr der Überprüfung und der Veränderung, soll Kunst nicht zu Abfallprodukt einer sich gesättigten Welt werden.

Firmen laden Kunden zum Preview einer Ausstellung ein, Kunstmessen schiessen wie Pilze aus den Boden, Biennalen und Triennalen werden weltweit zu begehrenswerten Events von Ländern und international wirken wollenden Städten.

Museen werden gebaut, sei es von privater oder öffentlicher Hand, weil man erkannt hat, dass Kunst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden ist, der nicht nur Umsätze durch Museumsbesucher und Kunsttouristen in die Städte bringt, sondern ist auch ein weicher Standortfaktor für Investoren geworden, die sich mit Unternehmen an einem attraktiven Standort niederlassen wollen. Ganze Wohnviertel gewinnen an Glanz und damit an Wertsteigerung, wenn in ihrer Nähe ein Museum gebaut wird.

Schon schreiben amerikanische Zeitungen, dass ein Mangel an Museumsdirektoren zu befürchten ist, weil zusätzlich viele noch amtierende bald in den Ruhestand gehen werden.

Manch zynische Stimme fragt sich, woran die neuen großen Sammler mehr verdienen, an dem steigenden Wert ihrer Sammlung oder an der Wertsteigerung der Immobilien, die rechtzeitig vor dem Bau des Museums günstig erworben wurden.

Kunst ist in der Gesellschaft angekommen. Damit es wirklich zu einem goldenen Zeitalter der Kunst wird, muss sie nur noch von den Betrachtern rezipiert werden. Damit auch die Fähigkeit wächst, mittelmäßige bis schlechte Kunst von herausragender Kunst zu unterscheiden. Fangen wir an, denn das goldene Zeitalter der Kunst hat bereits begonnen! top


Der Autor:

Martin Leyer-Pritzkow ist seit vielen Jahren unabhängiger Kurator für Gegenwartskunst und ist der erste Ausländer und Deutscher, der einen Lehrauftrag an der Kunstakademie von Venedig hat. Er hat bereits im Jahr 2001 als einer der ersten eine Ausstellungsreihe mit neuen Positionen in der figurativen Malerei unter dem Titel: „Junge Figurative“ realisiert, bevor in den Folgejahren gerade auch in Amerika die neue figurative Malerei überschwänglich auf sich aufmerksam machen konnte und mit zu den internationalen Auktionsrekorden beitrug.

Gemeinsam mit dem Kunstkritiker Klaus Sebastian hat er das Kunstkaufbuch geschrieben. Das Kunstkaufbuch erschien 2005 bei Prestel, München – Berlin - New York - London. Es ist das erste Buch seiner Art, das zehn Qualitätskriterien für Gegenwartskunst ermittelte, mit denen sich relevante Kunstwerke von weniger beachtenswerten unterscheiden. Bereits vor Erscheinen des Buches konnte es bei www.amazon. de die Topsellerliste unter den Ratgebern erklimmen. Dort zählt es auch zweieinhalb Jahren nach seinem Erscheinen immer noch zu den gefragtesten Ratgebern und ist mittlerweile eine Klassiker zum diesem Thema.

Martin Leyer-Pritzkow gibt darüber hinaus Künstlermonographien heraus und betreut künstlerische Lebenswerke. Er berät beim Aufbau von Sammlungen zur Gegenwartskunst oder entwickelt Kunstkonzepte für Kommunen ohne Belastung der öffentlichen Haushaltsbudgets.

Martin Leyer-Pritzkow lebt und arbeitet in Düsseldorf und Venedig.


Alle Urheberechte zu diesem Text liegen bei dem Autor. Veröffentlichungen bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung des Autors und sind gewünscht.

Copyright: Martin Leyer-Pritzkow, Düsseldorf 2007

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impressum


Persönlicher Biennale Service


La Biennale di Venezia

52. Espositione Internationale d'Arte


Zur 52. Biennale für Gegenwartskunst bieten wir vom 7. Juni bis 21. November 2007 folgende Serviceleistungen an...für mehr Informationen kilcken Sie bitte hier


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Ausstellungsankündigung!
Emilio Vedova



Zu Ehren des Künstlers Emilio Vedova findet anläßlich der 52. Biennale
eine empfehlenswerte Ausstellung statt.

10. Juni - 30. September 2007

Torre Massimiliana/Sant'Erasmo, Venedig

Wir freuen uns sehr Sie zur Eröffnung
am 9.7.2007
begrüßen zu dürfen!

DOWNLOAD Einladung Cover
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Das Buch über die Qualitätsmerkmale
der Gegenwartskunst
 

im Buchhandel erhältlich:
"Das Kunstkaufbuch"
Martin Leyer - Pritzkow, Klaus Sebastian,
Prestel Verlag München-Berlin-London-New York 2005, ISBN 3791333593,
€14,95
Abb. des Kunstkaufbuches. Durch anklicken gelangen Sie zur Webseite des Prestelverlages


seit mehr als 24 Monaten
unter den Top 10 bei amazon.de
(Rubrik: Ratgeber - Kaufen und Konsum)
bisher einmalig für ein Kunstbuch




Interviews mit Martin Leyer - Pritzkow:


"Früher ein Poster - heute ein Original"
Interview mit Andreas Herkens zum Thema Kunstmarkt. Erschienen im Magazin der Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten am 3. März 2007, S. 4-6.
Titel der Ausgabe: "Unternehmen Kunst"


In ihrem Artikel "Die neue Lust auf Kunst", erschienen in der Für Sie vom 23. Januar 2007 (Ausgabe 3/2007, S.61-63), spricht Silvia Tyburski mit Martin Leyer - Pritzkow über das Sammeln von Kunst.


Die Bunte druckt in ihrer Ausgabe vom 16.11.2006 ein Interview mit dem Titel:
"Ist ein Bild (von 1948) 109 Mio. wert? Martin Leyer - Pritzkow über die Preisentwicklung auf dem Kunstmarkt.


Live - Interview zum Thema "Kunstkaufbuch"
mit den Autoren Martin Leyer - Pritzkow und Klaus Sebastian am Montag den
25. April 2005
- WDR 3
Sendung: "Mosaik" 8.00 - 9.00Uhr




Rezensionen zum Kunstkaufbuch:


In dem in der Zeitschrift Bunte erschienenen Artikel über das Kunstkaufbuch schreibt Claus Dreckmann:
"Ratgeber gibt es viele. Doch das "Kunstkaufbuch" ist bislang einmalig"

Bunte Nr. 44 / 2006, S. 104


Im Informationsdienst Kunst ist zu
lesen:
" "Das Kunstkaufbuch" heißt der
Ratgeber des Düsseldorfer Duos Martin
Leyer - Pritzkow und Klaus Sebastian,
der sich an ein breites Publikum richtet
(14,95 Euro).
Auf 64 Seiten geben die Autoren Tipps
zur Qualitätsbestimmung von
marktfrischer Kunst."
Informationsdienst Kunst, Nr. 324,
ISSN 0939-9259, 14. April 2005, S.22



Bertram Müller von der Rheinischen Post schreibt: "All denen, die Kunst kaufen möchten, aber nicht recht wissen, wie
man das anstellt, steht jetzt ein
Ratgeber zur Seite. (...)
Das "Kunstkaufbuch" weckt bei
Anfängern Lust, sich eine Sammlung aufzubauen."
Rheinische Post 9.April 2005, Rubrik: Wissen/Kultur,
Headline: Kompass für Eilige: Das Kunstkaufbuch



Das Wirtschaftsmagazin "Capital" schreibt über das Kunstkaufbuch:
"Das Autorenduo Martin Leyer-Pritzkow
und Klaus Sebastian macht Mut, sich
auf Kunst einzulassen und sich gegebenenfalls finanziell zu ihr zu
bekennen."
CapitalVertraulich, (Finanzbrief an Abonnenten) Köln, 24.03.2005, No.7


"Vogue Business" empfiehlt seinen
Lesern das Kunstkaufbuch mit den Worten:
" ...macht aus Lesern Kenner, vielleicht
sogar Käufer und Sammler von zeitgenössischer Kunst."
Vogue Business 01/2005
Rubrik: Design -Facts, News, Trends, S. 131



Die erste
Rezension über das
Kunstkaufbuch war bereits vor Erscheinen
im Magazin "Der Spiegel"
zu lesen.
Spiegel Nr.10, Rubrik: Kunstmarkt, S. 191


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Publikation 2004:


Dialoghi Inversi" - Fabrizio Gazzarri
Werksübersicht des Künstlers Fabrizio
Gazzarri, Hrsg.: Martin Leyer-Pritzkow,
Texte in Deutsch, Englisch, Italienisch,
58 s/w + Farbabb.
ISBN: 3-00-012419-5,
Preis: € 17,50, zzgl.
€ 3,50 Versandkosten
  Katalog: Dialoghi Inversi - Werksübersicht des Künstlers Fabrizio Gazzarri
 
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