Für manche Bilder gab ich mir das Motto „malen wie gedruckt“. Wenn […] unter diesem Motto Gemaltes andersherum in den Druck wandert, könnte man von „drucken wie gemalt“ sprechen, was erstmal gut klingt, jedoch nicht genau stimmt. Aber irgendeine Art von Transformation des „Bildmaterials“ findet statt […].

Interview mit Anna Ebner

Hendrik Krawen ist in Lübeck augewachsen. Er hat an der der Kunstakademie Düsseldorf studiert und lebt in Berlin.
In den Jahren 2007 / 2008 hatte er eine Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

Mit seinen Arbeiten zählt er zu einem der bedeutendsten Protagonisten der neuen romantischen Malerei. In seinen Landschaftsbildern beschäftigt er sich mit den Themen abstrakter Räume, Orten, Objekten oder Menschen. Die ausgewählten Objekte, wie auch die Menschen scheinen von einander losgelöstoder isoliert in einem metaphysischen Raum zu schweben. Die Menschen wirken wie scherenschnittartig angelegte Schattenbilder ihrer selbst. Sie sind in manchen Bildern schemenhaft angedeutet und verlieren sich in einem endlos wirkenden Horizont. Befinden sich Objekte auf seinen Bildern, werden sie zwar betitelt, aber die Wortbegriffe werden dekontextualisiert, indem Buchstaben zusammengesetzt werden, die wie neue Wortschöpfungen erscheinen und ihre Sinnhaftigkeit darin zum Ausdruck bringen, dass sie nicht zu entschlüsseln sind. Die Landschaften wirken wie architektonische Konstrukte und schaffen somit eine entfremdete fast kühl wirkende Atmosphäre.

Sammlungen

Werke von ihm befinden sich u.a. in den öffentlichen Sammlungen der Bayerische Staatsgemädesammlungen, der Kunsthalle Kiel, dem Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg, Museum Kunstpalast in Düsseldorf, Sammlung Falckenberg, Hamburg und dem Leopold-Hoesch-Museum, Düren

In Italien arbeitet Hendrik Krawen mit der Galerie: Lia Rumma, Neapel und Mailand.

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